Anästhesieverfahren

Regionalanästhesie

Regionalanästhesie

Bei einer Regionalanästhesie wird ein Körperteil (meist Arm oder Bein) unempfindlich gemacht, indem die Leitfähigkeit der versorgenden Nerven durch Lokalänasthetika zeitweise unterbrochen wird, so dass keine Schmerzen wahrgenommen werden.

Die durch uns am häufigsten angewendete Technik ist der sogenannte Intravenöse Block (IV-Block). Dabei wird durch eine Druckmanschette ähnlich einer Blutdruckmanschette der Blutfluss in ein Körperteil an Oberarm oder Unterschenkel unterbrochen. Dann wird in eine Vene das Lokalanästhetikum gespritzt, welches sich im Körperteil verteilt und es so unempfindlich macht. Diese Technik wir meist bei kürzer dauernden Operationen eingesetzt, welche in der Regel unter einer Stunde dauern, ist aber prinzipiell für Operationen bis zu zwei Stunden Dauer geeignet.

Unangenehm kann manchmal der Druck der Manschette sein. Durch den Einsatz einer zweiten Druckmanschette im schon betäubten Gebiet, die im Verlaufe des Eingriffs gewechselt wird, kann dies in der Regel jedoch gut erträglich gemacht werden. Oft wird der IV-Block auch mit einer leichten Sedation kombiniert.

Lumbalanästhesie oder Spinalanästhesie

Bei dieser Anästhesieform wird ebenfalls zuerst eine Venenverweilkanüle gelegt. Der Stich im Lumbalbereich (unterer Rücken) ist nicht besonders schmerzhaft. Nach einer Weile wird die untere Körperhälfte empfindungslos und es kann dort operiert werden.

Auch bei dieser Methode kann man nach der Operation gleich etwas zu sich nehmen (frühes Essen und Trinken). Für ca. 1-2 Stunden hat man nach der Operation etwas schwache Beine, aber danach wird alles schnell wieder normal.